Die Wuppermäuse unterwegs im Wald

541013 web R B by Michael Horn pixelio.deWir sehen die Natur als Bildungsumfeld der Kinder, deshalb möchten wir den Kindern ermöglichen die Natur zu nutzen um sich in allen Bildungsbereichen zu entwickeln.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten dies mit den Kindern umzusetzen. Eine immer wieder stattfindende Waldwoche bietet die Möglichkeit über einen Tag hinaus Spielideen zu verfolgen und weiterzuentwickeln. Wöchentliche Waldtage bieten Regelmäßigkeit und Struktur.

Die Kinder erleben die Schönheit der Natur und erfahren dabei etwas über den Kreislauf von Entstehen, Wachsen und Vergehen.  Zudem sollen die Kinder lernen zu begreifen, dass Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander leben und aufeinander angewiesen sind. Die Natur müssen die Kinder be„greifen“ , also ihre eigenen Erfahrungen machen. Wie schon Konfuzius sagte: „Erkläre mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass es mich tun und ich begreife.“

Freies Spiel ohne vorgefertigte Materialien

Die Natur bietet ihnen Freiraum beziehungsweise eine freie Interpretationsplattform um ihre Kreativität anzuregen, die Möglichkeit des Ausprobierens und um ihre Wahrnehmung zu sensibilisieren. Sie bietet den Kindern eine Chance auf ein selbstgesteuertes Spiel ohne vorgefertigte Materialien. Das freie Spiel fordert untereinander dazu auf, Absprachen zu treffen und Kompromisse zu schließen. Natürlich wird es ungewohnte Situationen geben und bei manchen wird Langeweile aufkommen. Aber dies halten die Kinder und auch die Erzieher aus, denn es bietet die Chance auf Partizipation, Beobachtung und die Gelegenheit wieder ins selbstgesteuerte Spiel zu finden.

Behutsame Entdeckungsreisen in die Natur vermitteln eine positive Beziehung zu Tieren und Pflanzen und tragen dazu bei, Rücksichtnahme auf empfindliche Lebensräume zu lernen. Durch Beobachten, Riechen, Fühlen, Tasten und Erkennen wird zur Schärfung des sinnlichen Wahrnehmungsvermögens beigetragen. Die bei der spielerischen Beobachtungs- und Untersuchungsarbeit im Gelände erworbene Sachkompetenz trägt entscheidend zur Verbesserung der Ich- und Sozialkompetenz bei. Die Vielfalt an Formen, Oberflächen, Farben und Gerüchen ist eine ganz besondere Lernumgebung. Kinder lernen unterwegs an Straßen und Übergängen anzuhalten und zu schauen, ob jemand von links oder rechts kommt, auf ihre Umgebung zu achten und nicht alles sofort anfassen zu müssen.

Bewegung und Entspannung

Frische Luft, differenzierte sowie natürliche Bewegungsmöglichkeiten fördern die Gesundheit und stärken das Immunsystem nachhaltig. Zunehmend bekommen Kinder Kraft, Ausdauer und Selbstbewusstsein. Bewegung ist die Voraussetzung der kognitiven Entwicklung und Sprachentwicklung. Kinder erfahren selbst ihre Grenzen und Entwicklungsfortschritte. In Angeboten werden gezielt Feinmotorik (mit Erde formen, Ketten herstellen, Sammeln von kleinen Materialien) und Grobmotorik (balancieren, hüpfen, klettern, über Gräben oder von Etwas herunterspringen) gefördert. Um einen optimalen Lernort zu schaffen ist eine Kombination aus Phasen der Bewegung sowie der Ruhe und Entspannung wichtig. Letzteres kann beispielsweise durch eine Büchertasche erreicht werden, um den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten.

Regelwerk

Der Wald ist das Zuhause der Tiere und der Lebensraum der Pflanzen. Den Kindern muss dies bewusst gemacht werden und aufgezeigt werden, dass wir nur Gäste sind. Deswegen ist es wichtig, den Kindern ein Regelwerk an die Hand zu geben, an das wir Gäste uns zu halten haben, um den Wald besuchen zu dürfen.

Regeln:

  1. Wir verhalten uns leise und rücksichtsvoll.
  2. Wir sind kleinen Tieren gegenüber besonders rücksichtsvoll. Wir dürfen sie ansehen und in Lupenbechern auffangen. Danach werden sie wieder dort freigelassen, wo wir sie gefunden haben.
  3. Wir behandeln Pflanzen mit Respekt, sie möchten wachsen und bleiben im Boden. Es werden keine Äste und Zweige abgerissen.
  4. Wir lassen nichts im Wald liegen und nehmen unsere Abfälle wieder mit.
  5. Die Früchte des Waldes und alle Wasserquellen sind Nahrung für die Tiere und können für uns giftig sein.
  6. Wenn jemand ruft oder die Trillerpfeife zu hören ist, treffen sich alle bei den Erzieherinnen.

Foto: © Michael Horn/pixelio.de

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